Regelung bezüglich COVID-19, erstellt am Dienstag, 31. März, 11.00 Uhr

Bitte halten Sie sich auch in dieser 2. Woche ebenso konsequent an die Ausgangsbestimmungen, es geht um Ihre Gesundheit. Mindestens weitere zwei Wochen stehen uns noch bevor.
Wenn Ihnen die Decke schon auf den Kopf fällt: Betrachten Sie bitte die heutigen Lesungen, das wirkt immer wie ein Heilmittel und Sie kommen auf andere Gedanken.
Unsere Pfarrkirche bleibt für den Einzelbesuch offen.

Hier können Sie die Osterrosette digital nachlesen. Sie liegt auch am Schriftenstand auf.
Bitte Ihre Misereor-Spende in einem Kuvert in den Postkasten der Pfarramtstür werfen.

Angebot für die Älteren unter uns: Einkaufservice! 
Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro St. Wolfgang (Tel. 97088).


Viele Pfarrangehörige wollen hier nicht nur Nachrichten über Corona lesen, sondern auch einen geistlichen Impuls zu den Schriftlesungen des Tages. Darum wollen wir bis Ostern ein wenig verkosten vom Reichtum der Heiligen Schrift.
Grundlage ist immer die jeweilige Tagesliturgie (hier rechte Spalte, Schott).


Zu den Tageslesungen am Dienstag:
Fernöstliche Meditationen haben Hochkonjunktur. Aber all diese Versenkungen kreisen letztlich nur um sich selbst, sie vermitteln ein kuscheliges Wohlgefühl, einen warmen Rücken, sehr angenehm, ein Sich-selbst-Versenken. Das tut jedem gut. Solche Streicheleinheiten gönnen wir uns gern. So aber fallen wir letztlich immer wieder auf uns selbst zurück und verbleiben in unseren Fehlern und Sünden haften. Das aber kann niemals christlich sein!
Christsein heißt - um es ganz spitz zu formulieren: sich nicht einigeln, sondern aufschauen! Zum Kreuz aufschauen! Allein von dort kommt die Erlösung, nicht aus meinem Wohlbefinden.

Zur Lesung am Dienstag:
Die 40 Jahre (genau waren es 38 Jahre) Wüstenzug vergingen langsam. Das Volk war mürbe. Es fehlte an allem. Wie besser war es in Ägypten, dort war man zwar gefangen, hatte aber immer  volle Fleischtöpfe. Da griff Gott zu einem psychotherapeutischen Mittel: zum Aufschauen! So mussten beim Exodus die Menschen bei einer Gift-Epidemie zu einer kupfernen Schlange aufblicken, wenn sie am Leben bleiben wollten. Parallelen zur gegenwärtigen Pandemie gäbe es hierbei genug. Interessant und tiefgehend ist dabei das Wortspiel im hebräischen Urtext: Maschach =Schlange. Maschjach = Messias.

Zum Evangelium am Dienstag:
Die Evangelienabschnitte der kommenden Tage sind voller Streit und Kampf Jesu mit den Pharisäern, seinen Widersachern. Die Diskussionen lassen sich zeitlich gut einordnen:
Seine Feinde lauern ihm beim Tempel in Jerusalem auf, es war am letzten Tag des achttägigen Laubhüttenfestes, also beim sog. Beschlussfest, eine Art Erntedank im Oktober vor seinem Todespascha. Dabei deutet Jesus geheimnisvoll bereits sein Leiden an mit den Worten: Wenn der Menschensohn erhöht ist, werden alle erkennen, dass er der Gottessohn ist. Dies kommt einer Leidensankündigung im Johannesevangelium gleich, die anderen drei Evangelisten drückten dies deutlicher aus.

Schauen Sie heute bitte bewusst einmal auf das Kreuz in Ihrem Zimmer.
Wann haben Sie das letzte Mal so richtig hingesehen? ... schon sehr lange her.
Nicht fernöstliche Meditationspraktiken können uns befreien, sondern nur der Blick auf das Kreuz. Man würde total am Leben vorbeileben, würde man irrtümlich meinen, man könnte sich wie Münchhausen immer selbst am Schopf aus allem herausziehen.

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Zu den Lesungen für morgen, Mittwoch (Text siehe rechte Spalte, Schott-Messbuch):

In den letzten Tagen vor der Karwoche steigert sich die Dramatik ins Ungeheuere.
Für Jesus besteht höchste Lebensgefahr!

Zur Lesung von morgen, Mittwoch, aus dem Buch Daniel:
Es ist wie im heißen Feuerofen des Königs Nebukadnezar.
Im Exil sollten die Israeliten die wirre Götterwelt der Babylonier annehmen.
Die drei jungen Männer weigerten sich jedoch, die Götzenbilder des Königs anzubeten.
Sie sind nun zur Strafe von den Flammen eingeschlossen,
doch der vierte Mann darin, der Engel Gottes, rettet sie.
Dieses alttestamentliche Bild ist ein direkter, wenn auch schrecklicher Hinweis auf Christus,
der inzwischen auch vom Bösen total umzingelt ist und den niemand mehr retten kann.

Zum Evanglium von morgen, Mittwoch:
Es kommt heute zum bösesten aller Streitgespräche in der ganzen Hl. Schrift,
es bildet die Fortsetzung des gestrigen Evangeliumabschnittes.
Inmitten dieser härtesten Wortgefechte zwischen Jesus und den Pharisäern
platzt Innerstes heraus, kommen die Worte ungeschützt, sinkt das Gesprächsniveau
und es fallen Begriffe unter der Gürtellinie, die nie fallen dürften.
Die Gegener Jesu kommen mit einer unverschämten Beleidigung voll größter Tragweite.
In ihrer blinden Weißglut spotten sie Jesus als einen, der aus einem Ehebruch stammt.
Im griechischen Urtext: er ist ein "mamsé", also ein Balg, Bastard, illegitim.
Damit geben nun sogar die Feinde Jesu offen zu, was jeder schon munkelt,
dass Josef nicht sein Vater ist.
Nun ist es endlich heraus!
Damit aber haben sie die Jungfräulichkeit Mariens anerkannt.

Heute belächeln und bezweifeln viele Christen dieses Glaubensgeheimnis und Mariendogma.
Wie tief müssen wir schon gefallen sein,
wenn sogar Jesu schärfste Widersacher dies zugeben mussten.

Jesus, komm du zu mir!
Wir beten dich an als Sohn der Jungfrau Maria.
Falsche Zeugen haben dich verklagt,
alle deine Jünger haben dich verlassen.
Sei du mit deiner Mutter Maria bei mir willkommen -
auch wenn alles sich von dir abwendet.



Video-Botschaft zu allen in der Pfarrei: https://youtu.be/gULPHlEQEOc

videobotschaft

Es segne und beschütze unsere ganze Pfarrgemeinde St. Wolfgang der dreifaltige Gott, der + Vater, der + Sohn und der + Heilige Geist. Amen.

Bitte verfolgen Sie hier immer wieder die neuesten Meldungen. Danke.
Ihr Pfarrer Alois Möstl

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